Porsche Entwicklungszentrum Weissach

Jahr: 2015
Parkplätze: 3100

Porsche Weissach

Der Mitarbeiterparkplatz wird modernisiert um die Parkplatzsuche
zu erleichtern und den Stress der Mitarbeiter zu reduzieren.

Ein intelligentes Parkleitsystem sorgt bei Mitarbeitern von Porsche für eine stressfreie Parkplatzsuche.
Die Suche nach freien Parkplätzen ist Zeit-verschwendung und führt bei Autofahrern sehr schnell zu Stress und Frustration, wenn nicht gleich ein freier Parkplatz gefunden werden kann. Dieses Problem wurde beim deutschen Automobilhersteller Porsche erkannt und jetzt mit Hilfe eines Parkleitsystems für die Mitarbeiter im Entwicklungszentrum in Weissach gelöst.

LED Anzeigen führen zum Parkplatz
Die Führung zu freien Parkplätzen beginnt bereits auf den Zufahrtsstraßen. Über 120 LED Anzeigen leiten die Mitarbeiter zum nächsten freien Parkplatz.

Die LED Anzeigen leuchten sehr hell, so dass sie auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut lesbar sind. Ein eingebauter Lichtsensor regelt die Leuchtstärke bei Dunkelheit automatisch herunter, so dass die Fahrer bei Nacht nicht geblendet werden. Um dem Fahrer einen besseren Überblick über die Parksituation zu bieten, zeigen dreistellige Digital-anzeigen die genaue Anzahl verfügbarer Plätze an – statt nur einfacher „Frei/Besetzt“-Anzeigen. Zudem ist die Signalisierung intuitiv: Freie Parkbereiche werden durch grüne Zahlen angezeigt, besetzte mit rot.

Einzelplatzsensoren zur Belegungserkennung
In den Parkhäusern werden zum Erkennen von Park-platzbelegungen 2600 Ultraschall-Einzelplatzsensoren mit integrierter Farbsignalisierung verwendet.

Die Vorteile dieses Sensortyps sind Wartungsfreiheit,
eine hohe Erkennungsrate von fast 100% Prozent und eine weitleuchtende Rot/Grün-Signalisierung, um freie Parkplätze auch aus der Entfernung zu erkennen. Die Sensoren sind über den Parkplätzen angebracht und erfassen Fahrzeuge mittels Ultraschallentfernungs-messung. Wegen der guten Sichtbarkeit der Sensoren werden keine Zusatzleuchten vor den einzelnen Parkbuchten benötigt.

Zählen mit dem Durchfahrtsensor
Die verfügbaren Parkplätze im Außenbereich und auf unbedachten Parkebenen werden durch die Relais-kontakte des bereits existierenden Schrankensystems in das Parkleitsystem integriert. Für die Dachetagen der Parkhäuser werden Ultraschall-Durchfahrtsensoren verwendet, die Fahrzeuge zählen, wenn sie von der unteren Parkebene hochfahren. Der Vorteil von Ultraschall-Durchfahrtsensoren gegenüber Induktionsschlei-fen ist die einfache Instal-lation an der Decke über der Fahrbahn. In den meisten Fällen ist dies sogar die einzige Möglichkeit, Fahr-zeuge zu zählen, da die Fahrbahn für Induktions-schleifen nicht einge-schnitten werden darf. Desweiteren erkennt der Durchfahrtsensor USDS300 die Durchfahrtrichtung der Fahrzeuge, was zu einen höheren Zählgenauigkeit führt.

Einfache Verwaltung
Für das Projekt wurde eine neue Version des
Visual Control Center (VCC) eingesetzt, das jetzt auf einer Server/Client-Architektur aufsetzt. Alle Parkebenen und Parkbereiche besitzen eine eigene Visualisierung mit allen Sensoren, LED-Anzeigen, Durchfahrtsensoren und den Induktionsschleifen des Schrankensystems. Jede Komponente zeigt ihren aktuellen Zustand an und kann direkt in der Darstellungsansicht konfiguriert werden. Man kann den Komponenten auch manuelle Steuersequenzen hinzufügen, die dann zeitabhängig die automatische Steuerung übernehmen. Desweiteren stehen statistische Parkdaten zur Verfügung, die grafisch dargestellt werden können.

Von überall erreichbar
Von einem Client-Rechner im Empfangsbüro aus kann man alle Parkhäuser und Parkbereiche auf einen Blick überwachen und steuern. Es können sich auch mehrere Clients gleichzeitig mit dem Server-Rechner verbinden. Jeder Anwender eines Client-Rechners hat separate Anmeldedaten, deren Zugriffsrechte vom Administrator zugewiesen werden können. Zusätzlich können die Parkdaten jetzt auch mit Hilfe eines VCC-Webdienstes über das Internet gelesen werden. Auf diese Weise kann die Anzahl freier Park-plätze in die Firmen-Webseite integriert und auch im Browser von Mobilgeräten dargestellt werden.

Effizientes System
Das gesamte Parkleitsystem ist auf wirtschaftliche Effizienz hin ausgelegt. Mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch von unter 1W pro Sensor und 4W pro LED-Anzeige benötigt das Parkleitsystem im Betrieb sehr wenig Energie. Selbst die Hinweistransparente im Außenbereich sind mit LEDs hinterleuchtet, um Energie und Kosten zu sparen. In der Gesamtrechnung macht sich das Leitsystem zudem durch den eingesparten Benzinverbrauch des reduzierten Parkverkehrs gleich mehrfach bezahlt. Neben Kostengesichtspunkten ist natürlich die gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit der aus-schlaggebende Faktor. Denn diese ist unbezahlbar.